Mit offenem Herzen und guten Vorsätzen Weihnachten feiern


Der Jahresendspurt auf der Arbeit, das Besorgen der Geschenke, vielleicht ein paar Abende auf dem Weihnachtsmarkt – in unseren Büros, auf den Straßen und in den eigenen vier Wänden herrscht emsiges Treiben. Die Vorbereitungen auf ein besinnliches Weihnachtsfest und das Ende des Jahres laufen auf Hochtouren. Diese vorweihnachtliche Hektik ist, wie auch im letzten Jahr, eine so ganz andere. Denn wir befinden uns in einer viel angespannteren Situation, die alles andere als Alltag ist.

Zwischen Sein und Schein

Bei dem, was Sie täglich bewerkstelligen müssen, ist es nachvollziehbar, dass Sie den Modus „Funktionieren“ eingeschaltet haben. Zu funktionieren gauckelt Entspannung vor, baut jedoch innerliche Spannung und Druck auf. In dieser besonderen gesellschaftlichen und gesundheitlichen Phase umso mehr. Der Druck nimmt zu, bleibt in Ihnen. Das kann Ihnen sehr bewusst sein oder unbewusst passieren. Immer aber verbraucht Ihr Körper Energie – um den Alltag zu bewältigen, dem Druck standzuhalten und möglicherweise Ängste, Zweifel oder Überforderung zu deckeln. Dafür verbrauchen Sie Ressourcen, die an anderer Stelle gebraucht werden und Ihnen gerade nicht zur Verfügung stehen.

Die Ruhe bringt den „Sturm“

Sobald die Feiertage da sind, werden Sie merken, wie Sie mehr und mehr zur Ruhe kommen. Und dann mit neuen Situationen „konfrontiert“ werden. Mit Familienzusammenkünften, gemeinsamer Zeit, noch mehr gemeinsamer Zeit, vielen Gesprächen und dann wieder Ruhe. Das, was in unserer Gesellschaft, unter Kollegen, in Freundschaften und Familien passiert, kommt auf den Tisch. Denn Sie setzen sich miteinander auseinander. Diskussionen können entstehen, Unverständnis kann aufkommen. Und am Ende bleibt ein fader Beigeschmack. Von Dingen, die alle mit sich rumtragen – auch Sie. Vor allem Sie, in einer verantwortungsvollen beruflichen Position.

Vom Freimachen und Loslassen

Wenn uns etwas stresst, versetzt es uns in Unruhe und wir schieben es in der Hektik des Alltags weg. Sobald wir dann wieder einen Moment der Ruhe finden, so zum Beispiel in der Weihnachtszeit, kommt das Verdrängte zurück an die Oberfläche – und wir spülen es in der eigentlich besinnlichen Zeit in unsere Wohnzimmer. Das finde ich schade, denn die Zeit der Nächstenliebe sollten wir genauso verbringen – und unsere Nächsten lieben. Dafür braucht es die Freiheit loszulassen, sich selbst einen klaren Kopf zu verschaffen und ungeklärte Themen im besten Fall nicht aufzuschieben, sondern vorher zu klären. Damit es erst gar nicht zum Sturm kommt.

Denn: Weihnachten steht vor der Tür – und es ist Zeit, unsere Herzen wieder zu öffnen. Mein Mentor Stephan Hausner hat dazu formuliert:

„Wenn wir eine Ver-antwortung haben, dann ist es die, unser Herz zu öffnen, oder zumindest zu bemerken, wenn wir es verschließen ... um es dann wiederum zu öffnen.“

Dem stimme ich voll und ganz zu.  

In diesem Sinne: Ich wünsche Ihnen wundervolle, friedvolle Weihnachtsfeiertage – mit einem offenen Herzen. Damit sieht es sich besser. So wird aus dem zurzeit so spürbaren ENTWEDER ODER wieder ein UND.

Eventuell gehen Sie auch mit dieser Einstellung ins neue Jahr, in dem wir Ihre ganz persönlichen und beruflichen Herausforderungen gerne gemeinsam angehen und vielleicht das ganze Jahr über dafür sorgen, dass Sie weniger negative Emotionen, Stress, Frust oder auch Angst spüren müssen. Denn all das, ist in einer Zeit, die Sie nicht wirklich planen können, ein schlechter Ratgeber.

Alles Liebe, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in ein interessantes neues Jahr voller positiver Veränderungen.

Ihre,
Gloria Potz